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Galerie der Künstler

Öffnungszeiten:


Debutanten

Monika Kapfer, Frank Maier, Martina Salzberger

Eröffnung: Freitag, 9. September 2005, 18 bis 21 Uhr

Ausstellungsdauer: 10. September bis 7. Oktober 2005 OPEN ART: 9. bis 11. September 2005

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr, an Feiertagen geschlossen.

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Mit Förderreihen wie DIE ERSTEN JAHRE DER PROFESSIONALITÄT und DEBUTANTEN ist die GALERIE DER KÜNSTLER zu einem bedeutenden Forum für junge Kunst in München geworden. In jedem Jahr werden drei vielversprechende Künstlerinnen und Künstler von der Ausstellungskommission des Berufsverbands Bildender Künstler in München und Oberbayern als Debutanten ausgewählt. Neben der Möglichkeit zur Präsentation neuester Werke erscheinen auch drei Einzelkataloge, die das künstlerische Schaffen der Geförderten erstmals ausführlich dokumentieren. Unterstützt wird diese Nachwuchsreihe des Berufsverbands Bildender Künstler in München und Oberbayern durch den Bayerischen Staat und die LfA? Förderbank Bayern.

MONIKA KAPFER

Für ihre Installationen aus Papprollen, Holzplatten oder Tischen verwendet Monika Kapfer (*1970) Fundstücke aus verschiedenen Kontexten, die sie mit eigens hergestellten, teils mit Acrylfarbe bemalten Objekten kombiniert. Wie begehbare Stillleben wirken diese Rauminstallationen, die aus schmalen, zylindrischen Formen, kugelartigen Gebilden und monochromfarbigen Flächen zusammengesetzt sind. Im Zusammenspiel erzeugen die Gegenstände unterschiedlicher Herkunft mit ihren verschiedenen Formen, Oberflächen und Farben eine Art räumliches Bildfeld, das die Wahrnehmungsfähigkeit des Betrachters sensibilisiert. In kleinformatigen Buntstiftzeichnungen, die seit 2003 den Schaffensprozess kontinuierlich begleiten, lässt sich die Künstlerin von Erinnerungen und Referenzen aus dem täglichen Leben inspirieren, die sie auf das Potenzial ihrer Form und Farbigkeit hin untersucht. In ihrer Schlichtheit und Prägnanz zielen die kalkulierten Eingriffe der Künstlerin darauf ab, unsere Wahrnehmung von Orten und Gegenständen zu verändern.

FRANK MAIER

Eine Grundsatzfrage, die derzeit wieder von höchster Aktualität in der Gegenwartskunst ist, nämlich jene nach dem Begriff der Skulptur, beherrscht das Arbeitsfeld von Frank Maier (*1966). Dabei wird ein ganzes Repertoire an Ausdrucksformen bedient: Maier modelliert organische, meist vertikal aufstrebende Objekte aus Gips oder fügt Holzlatten zu neuen, dynamischen Konstruktionen zusammen. Die Ergebnisse werden als dreidimensionale Objekte und collageartige Rauminstallation präsentiert. Frank Maier stellt dabei den singulären skulpturalen Körper wieder in den Mittelpunkt. Konsequent wird deshalb die klassische Sockelpräsentation in die speziell für den Ausstellungsraum entworfenen Kompositionen mit einbezogen. Die Experimentierfelder der aktuellen autonomen Plastik im Blick, folgt Frank Maier einer inneren Logik, die aus dem plastischen Gestalten heraus entsteht. Die formale, skulpturale Struktur des Werkes, die Bildhaftigkeit und die Betonung sinnlicher Erfahrung wie haptischer Qualität bezieht daraus neue Erfahrungswerte.

MARTINA SALZBERGER

Martina Salzberger (*1972) fotografiert sich umarmende Paare allein im Wald, mitten im Park oder auf der grünen Wiese. Beim genauen Hinschauen entlarvt sich jedoch die Inszenierung der Fotos: Ein Stück Ärmel steht als Kleiderhülle stellvertretend für das Gegenüber und dient in der Selbstliebkosung als Prothese für den fehlenden Liebhaber. Die unterschiedliche Wahrnehmung der im Foto inszenierten Person, mal als Einzelne, mal als Paar in sonst menschenleerer Landschaft befragt die Sehnsucht nach Zweisamkeit und den Umgang mit dem Alleinsein. Martina Salzbergers Handpuppen wie auch die von der Künstlerin entworfenen Kleidungsstücke leben von ihrem potenziellen Gebrauchswert. Indem sie die Funktionalität der Gegenstände jedoch ad absurdum führt, entlarvt sie bestimmte Verhaltensmuster und fordert die gesellschaftliche Realität durch neue Handlungsanweisungen heraus. In ihrer neuesten Werkserie lässt Martina Salzberger Handpuppen zusammen mit einer realen Hand im spielerischen Gegeneinander antreten. Die hier als bloße Gesten und Rituale vorgeführten Fingerformationen vermögen in ihrer Anordnung als filmisches Tableau wie eine Wahrscheinlichkeitsrechung Aufschluss über die unerschöpflichen Optionen eines Spielverlaufs zu geben.


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